Den Geist beruhigen
Es gibt wohl bei jedem Zeiten, in denen das Denken kein Ende nimmt. Wir merken, dass uns unser Grübeln belastendes. Aber das hilft uns nicht weiter, denn meistens können wir es nicht beenden, wenn wir es wollen. Hier stelle ich eine, sehr wirkungsvolle, Methode vor, die das Grübeln abzuschwächen wird.
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Du kannst das folgende eigentlich bei fast jeder Gelegenheit machen. Ich manches es oft beim Spazieren gehen. Aber es funktioniert genauso auf dem Sofa oder am Schreibtisch. Du musst nur mindestens eine Hand frei haben.
- Berühre abwechselnd mit deinen Fingerspitzen deine Daumenspitze. Beginne mit dem Zeigefinger, dann den Mittelfinger, Ringfinger, kleiner Finger
- Jede Berührung verbindest du mit einem Laut oder Wort. Die Technik kommt aus dem Kundalini-Yoga, dort werden die Laute Sa Ta Na Ma verwendet. Sie sind sehr empfehlenswert, da sie kurz sind und so auch ein schnelles Wiederholen ermöglichen. Du kannst prinzipiell jeden Laut oder jedes Wort nehmen. Unten findest du ein paar Anregungen, wenn du Sa Ta Na Ma nicht verwenden möchtest.
- Du kannst die Laute innerlich sagen (so kannst du es sogar in Gesellschaft machen), leise Flüstern oder laut aussprechen. Probiere was für dich besser funktioniert. Was am besten hilft, kann sich immer wieder ändern.
- Versuche verschiedene Geschwindigkeiten. Ich empfehle eine recht schnelle Wiederholung, die sich angenehm anfühlen sollte. Finde aber dein Tempo, deinen Rhythmus
- Mache, dass solange du möchtest. Schon nach wenigen Augenblicken wirst du feststellen, das dein Geist ruhiger wird. Diese Ruhe kann danach länger anhalten. Wenn das Grübeln wieder störend wird, mache es einfach noch mal.
Warum es wirkt
Unser Geist ist gerne beschäftigt. Wenn er sich an etwas leidhaften festgebissen hat (was er sehr gerne macht, oder?), dann geben wir ihm einfach etwas anderes als Nahrung.
Durch die Kombination von Bewegung, Berührung und dem inneren oder lauten Aussprechen der Laute wird unser Geist wirkungsvoll beschäftigt. Ihm fehlt einfach die Kapazität noch intensiv im Grübeln zu sein.
Tipp:
Versuche nicht das Grübeln weg zu bekommen. Erfahrungsgemäß verstärken wir Dinge dadurch, dass wir sie weghaben wollen.
Anregungen für alternative Laute oder Worte
- Nehme einfach Buchstaben oder Zahlen. Zunächst aber immer die gleichen.
- Du kannst auch Affirmationen verwenden, bzw. Worte, die den Charakter einer Affirmation haben. Hier ein Vorschlag
- Frieden – Gleichmut – Freude (oder Freundlichkeit) – Leichtigkeit
- Versuche bei jedem Wort den Inhalt der Worte zu fühlen oder zu sehen. Versuche also Frieden, Gleichmut (Entspanntes Akzeptieren von dem, was ist), Freude, Leichtigkeit zu fühlen oder jeweils ein Bild dazu in dir aufkommen zu lassen.
- Bei dieser Version wirst du sicher langsamer vorgehen. Dafür hast du den zusätzlichen Effekt, dass die Worte positiv auf deinen Geist wirken. Unser Unterbewusstsein ist so geschaffen, dass es die Eigenschaften gerne übernimmt, die wir ihm mitteilen. Probiere es einfach aus und mache deine Erfahrungen.